Japan Chin

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Der Japan Chin (jap. 狆, Chin) ist eine von der FCI (Nr. 206, Gr. 9, Sek. 8) anerkannte japanische Hunderasse.

Chin ist eine Verkürzung aus chiinu, das wiederum eine aus chiichi inu darstellt, japanisch für „kleiner Hund“. Das Schriftzeichen selber wurde nicht aus dem Chinesischen übernommen, sondern in Japan geschaffen (Kokuji) und bedeutet „Hund (犭) der drinnen (中) ist“.

Bereits vor 1000 Jahren ist auf japanischen Bildern, Bronzen und anderen Kunstgewerbeartikeln ein Hund zu erkennen, der dem heutigen Chin ähnelt. Wie der heutige Chin entstanden ist, ist umstritten. Es galt: je kleiner dieser Hund desto wertvoller. Er war der beliebteste Hund des japanischen Adels, fast jeder unterhielt eine Zucht.

Der Japan Chin genießt in Japan eine sehr hohe Wertschätzung. Wann die Hunde nach Europa kamen, ist ungewiss. Ab 1860 kamen immer wieder einzelne Hunde nach England. Nach Deutschland kam das erste Pärchen 1880 als Weihnachtsgeschenk der japanischen Kaiserin an die Kaiserin Augusta. Heutzutage ist er hier fast in Vergessenheit geraten.

Der vornehm aussehende Japan Chin wird etwa 25 cm groß und 3 kg schwer. Er ist sehr zierlich gebaut, verfügt über ein weites Haarkleid und einen breiten Gesichtsschädel. Die Kurznasigkeit ist dabei genauso unverkennbar wie der orientalische Ausdruck. Das Haar ist typischerweise lang, gerade und seidig. Die Fellfärbung ist entweder weiß und schwarz oder weiß und rot. Bis auf das Gesicht ist der komplette Körper von diesem Haarkleid überzogen. Es handelt sich bei dieser Rasse um einen weit verbreiteten Haushund, der aufgrund seines eleganten und graziösen Aussehens auch ein bevorzugter Schoßhund von Damen der hohen Gesellschaft ist.

Nicht nur aufgrund seiner kompakten Statur eignet sich der Japan Chin hervorragend als Stadthund. Er verfügt ferner über ein sanftmütiges, aufgewecktes Wesen und strahlt dabei viel Ruhe aus. Auch aufgrund seiner Aufgeschlossenheit ist dieser Hund relativ einfach zu halten.

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Allgemeines Erscheinungsbild

Ein kleiner und eleganter Hund, mit reichlich Haarkleid und breitem Gesichtsschädel. Das Fell ist sehr fein, lang und und fühlt sich an wie Seide. Es sind verschiedene Farbvarianten möglich, darunter Weiß, Schwarz, Gelb, Braun, Schwarz und Weiß oder auch Ocker.

Verhalten und Charakter

Aggressionen sind diesem Hund völlig fremd, er ist voll und ganz auf Liebe eingestellt. Er freut sich über Begegnungen mit Mensch und Tier, will vor allem in der Nähe seines Besitzers sein und „besteht“ auf ausgiebige Schmuseeinheiten. Es heißt, er besitze Klugheit und Stolz eines Affen, Treue und Zuverlässigkeit eines Hundes und sei dabei zudem noch zärtlich und leise wie eine Katze.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Japan Chin eignet sich hervorragend für Hundefreunde, die wenig Platz haben oder auch z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so viel laufen können. Dieser Hund freut sich über einen längeren Spaziergang, ist aber auch mit kürzeren Ausflügen zufrieden, wenn er anschließend mit einem Ball in der Wohnung herumtoben darf.

Erziehung

Der Japan Chin ist sehr gelehrig und lernfreudig. Seine Besitzer sollten ihn also auf jeden Fall erziehen und mit ihm trainieren, denn es macht ihm einfach sehr viel Spaß!

Pflege

Das feine Fell erfordert regelmäßige und intensive Pflege, tägliches Bürsten ist ein Muss.

 

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